Donnerstag, 17. Mai 2012
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Kernel Drucken
Kernel

Sie benötigen zur Konfiguration und Kompilierung des Kernels die Kernel-Sourcen (Distributions-CD) und das Root-Passwort. Des weiteren sollten Sie wissen in welchem Verzeichnis sich Ihr Kernel befindet, meist /boot oder /. Es ist ratsam sich zuvor das README im Ordner /usr/src/linux durchzulesen. Es wird auch empfohlen einen funktionsfähigen Kernel in der LILO-Konfiguration für Notfälle zu belassen. Die LILO-Konfiguration können Sie mit dem Befehl linuxconf im Menüpunkt Systemstart vornehmen. Die Screenshots dieser Anleitung sind mit einem Kernel 2.2.16 erstellt worden.

  1. Öffnen Sie eine Terminal Emulation und führen Sie den Befehl su aus. Daraufhin werden Sie nach dem Root-Passwort gefragt, geben Sie es ein und drücken Sie Enter.

  2. Als nächstes wechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src/linux. Dies wird mittels des unten stehenden Befehls und Bestätigung mit Enter vollzogen.
  3. Um den Kernel in einen anderen Pfad als in das Root-Verzeichnis zu installieren, öffnen Sie die Datei Makefile mit einem Editor (emacs, vi, etc.). Scrollen Sie nach unten und suchen Sie nach der Zeile #INSTALL_PATH=/boot. Entfernen Sie, wie im Beispiel, das Doppelkreuz vor INSTALL_PATH, speichern Sie die Datei und schließen Sie den Editor.


  4. Geben Sie den Befehl make mrproper ein und bestätigen diesen mit der Enter-Taste. Dadurch werden die Sourcen für die Kompilierung des Kernels korrekt installiert und, falls vorhanden, alte Abhängigkeiten aufgelöst.


  5. Nun können Sie durch Eingabe und Bestätigung des Befehls make xconfig die graphische Oberfläche zum Konfigurieren des Kernels starten.




  6. Setzen Sie unter dem Menüpunkt General setup die Auswahl bei Networking support auf yes.


  7. Im Menüpunkt Networking Options setzen Sie die Auswahl TCP/IP networking auf yes


  8. Unter dem Menüpunkt Network device support wählen sie PPP support als Modul.
    Sollten Sie ein analoges Modem besitzen können Sie hier fortfahren

  9. Sollten Sie einen ISDN-Controller besitzen, müssen Sie noch zusätzliche Einstellungen vornehmen.
    Wechseln Sie zum Menüpunkt ISDN subsystem, dort wählen Sie ISDN support als Modul und Synchronous PPP mit yes aus.

  10. Wählen Sie das Untermenü Passive ISDN cards (bei älteren Kernelsourcen mit im Menüpunkt ISDN subsystem aufgelistet). Konfigurieren Sie HiSax Siemens Chip Set driver support als Modul, HiSax Support for Euro/DSS1 und Support for german chargeinfo mit yes. Als letztes müssen Sie noch Ihren ISDN-Controller aus der Herstellerliste auswählen, im Beispiel eine AVM Fritz!Card und klicken Sie auf OK.

  11. Kehren Sie zum Main Menu zurück und klicken Sie auf Save and Exit.
  12. Um die Abhängigkeiten der Kernelkonfiguration zu erstellen, geben Sie in der Terminal Emulation den Befehl make dep ein und bestätigen mit Enter.
  13. Nun kann der Kernel kompiliert werden. Sollten Sie LILO installiert haben, können Sie wie in diesem Fall den Befehl make bzlilomake zImage arbeiten, kopieren Sie nach erfolgreicher Kompilierung den Kernel von Hand in das Startverzeichnis und binden Ihn zum Schluß mit dem Befehl /sbin/lilo in die Datei /etc/lilo.conf ein.

    eingeben. Sollten Sie z.B. mit

  14. Nachdem der Kernel kompiliert ist, müssen die Module, die eingebunden wurden, installiert werden. Das geschieht durch die Befehle make modules,


  15. und make modules_install.

  16. Sie können nun den Rechner durch einen reboot neu starten und mittels der Tabulatortaste Ihre Auswahlmöglichkeiten in LILO-Boot anzeigen lassen.