Samstag, 4. Februar 2012
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Um unter Linux Systemeinstellungen vornehmen zu können, müssen Sie das Root-Passwort kennen. Nachdem die Einstellungen vorgenommen sind, sollten Sie mit Ihrem normalen Benutzeraccount weiterarbeiten. Des weiteren sollten Sie Ihre Distributions-CD, sowie das Benutzerhandbuch Ihres Modems bzw. ISDN-Controllers bereithalten.




PPP und was man sonst so braucht

Sicherheit

Binden Sie Ihren Rechner mittels PPP (Point to Point Protokol) in das Internet ein, so wird er für die Dauer der Verbindung ein Teil dieses Netzes. Das bedeutet, daß ebenso, wie Sie andere Rechner mit den entsprechenden Tools erreichen können, auch Ihr Rechner für andere erreichbar ist. Deshalb darf auf keinen Fall eine Sicherheitsüberprüfung Ihres Systems versäumt werden.

 

Das wichtigste ist, sicherzustellen, daß alle auf Ihrem System verfügbaren Accounts durch Paßwörter geschützt sind.

PPP im Kernel?

Unter Linux ist das Übertragungsprotokoll in 2 Teile aufgeteilt. Einer davon sitzt im Kernel. Dieser Teil muß nicht besonders konfiguriert werden, er muß nur darin eingebunden sein.

 

Dies kann entweder beim Übersetzen des Kernels geschehen, oder er kann zur Laufzeit als Modul nachgeladen werden (mit insmod). Es läßt sich leicht überprüfen, ob der PPP-Treiber im Kernel enthalten ist.

 

Melden Sie sich als Root an. Die Kommandos

 

        "> pppd" für Modems  bzw.   "> ipppd" für ISDN

> cat /proc/net/dev

sollten ungefähr folgende Ausgabe liefern:

  
localhost:~# cat /proc/net/dev

Inter-| Receive | Transmit

face |packets errs drop fifo frame|packets errs drop fifo colls carrier

lo: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

ppp0: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

ppp1: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

ppp2: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

ppp3: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

localhost:~#

entsprechend für ISDN ippp0 etc.

Werden die mit ppp beginnenden Zeilen nicht ausgegeben, so ist der PPP-Treiber im Kernel nicht vorhanden. Sie müssen PPP installieren. Dies ist normalerweise bestandteil jeder Linux-Distribution.

Der pppd

Die zweite für die Funktion von PPP unabdingbare Komponente ist der pppd. Dieser Dämon übernimmt die Authentifizierung und die Konfiguration der Leitung & des Kernel-Treibers. In den meisten Linux-Distributionen ist der pppd auf die PPP-Unterstützung des Kernels abgestimmt. Sollten Sie aber schon einmal (oder öfter) einen neueren Kernel konfiguriert und kompiliert haben, ist es möglich, daß Ihr pppd mit diesem Kernel nicht mehr läuft.

 

In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den passenden PPP-Treiber oder pppd neu zu installieren.